Unterstützte Kommunikation: Auch wer nicht sprechen kann, hat viel zu sagen!

Europäischer Tag der Sprachtherapie

6. März 2018

Unterstützte Kommunikation iPad Symbolkarten

«Stellen Sie sich vor, Sie wollen «Guten Tag!» sagen, aber diese Worte kommen nicht aus Ihrem Mund. Sie können nicht sprechen, obwohl sie genau wissen, was Sie mitteilen möchten. So geht es Personen, die beispielsweise aufgrund einer schweren Entwicklungsstörung, eines genetischen Syndroms, infolge einer fortschreitenden neurologischen Erkrankung, eines Schädel-Hirn-Traumas oder eines Schlaganfalls keine oder nur unzureichende Lautsprache zur Verfügung haben.

Sprechen zu können, ist für die meisten Menschen selbstverständlich, doch nicht allen steht Lautsprache oder die Fähigkeit des Lautsprachgebrauchs in ausreichendem Maße zur Verfügung. Daher macht der Europäische Tag der Sprachtherapie in diesem Jahr darauf aufmerksam, dass Kommunikation auch ohne Lautsprache, nämlich mit Hilfe alternativer Kommunikationsformen möglich ist. Das Fachwissen der so genannten «Unterstützten Kommunikation (UK)» zeigt solche Alternativen auf: Dazu zählen Gebärden genauso wie externe Kommunikationshilfen, die von einfachen Bildtafeln bis hin zu komplexen elektronischen Geräten reichen.

Akademische SprachtherapeutInnen sind ExpertInnen für die Beratung, Diagnostik und Therapie von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Kommunikationsstörungen. Sie unterstützen Menschen ohne Lautsprache und ihr Umfeld, barrierefrei miteinander zu kommunizieren. In enger Zusammenarbeit mit firmenunabhängigen UK-Beratungsstellen werden die Möglichkeiten der Unterstützten Kommunikation gemeinsam mit den PatientInnen und ihrem Umfeld erprobt und festgelegt. (...)»

Pressemitteilung des dbs zum Europäischen Tag der Sprachtherapie 2018 (PDF)

Quelle: Deutscher Bundesverband für akad. Sprachtherapie und Logopädie (dbs) e.V.

Themen: Unterstützte Kommunikation (UK) _ Aphasie _ Autismus _ Dysarthrie _ Sprachstörungen bei Behinderung _ Sprechapraxie



Sprechstörungen _ Was passiert im Gehirn von Stotternden?

Medien _ SPIEGEL ONLINE

28. Februar 2018

«Die meisten Stotternden können ohne Probleme singen oder Gedichte rezitieren. Wieso funktioniert das Sprechen nicht? Wieso können manche Menschen manche Wörter nicht flüssig aussprechen? Lange Zeit tappten Wissenschaftler bei dieser Frage im Dunkeln. Durch genauere Bildgebungsverfahren lässt sich nun immer besser erkennen, welche Strukturen und Funktionen bei Stotternden im Gehirn verändert sind. (...)»

www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/was-im-gehirn-von-stotternden-passiert-a-1190534.html

Quelle: SPIEGEL ONLINE _ Autorin: Lea Wolz

Thema: Stottern