Poltern ist eine dem Stottern ähnliche Sprechablaufstörung mit
sehr schnellem Sprechtempo und überstürztem Sprechablauf. Die Sätze
werden infolge dessen immer wieder neu angesetzt, einzelne Silben
häufig verschluckt bzw. "verhaspelt".
Beispiele :
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Rhythmusunregelmäßigkeiten
in Wort und Satz |
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Umstellungen und Auslassungen von Wörtern
und Silben wie folgt :
- Aus "zwitschern" wird "schwitzern"
- Aus "Mikrophon" "Miron"
- Aus "das Glas ist voll" wird "das Was ist
voll".
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Therapie
Die Therapie zielt auf die Besserung des Sprechablaufs und der
Artikulation über gezielte Steuerungsvorgänge.
Bei der Durchführung der Therapie ist die Beratung, Bewusstmachung
und systematische Einübung von Sprach- und Artikulationsabläufen
unter Berücksichtigung der Körpermotorik maßgebend.
Übungen im Bereich der Artikulationsmotorik, der Sprechatmung
und Stimmqualität sind von besonderer Wichtigkeit. Die
Verminderung des Sprechtempos trainiert man z. B. mit Hilfe eines
Metronoms oder des Silbenklopfens mit dem Finger.
Im Unterschied zum Stotterer hat der Polterer weitgehend kein
Bewusstsein der Störung. Als äußerst sinnvoll
für die Therapie des Polterns erweist sich die Zuhilfenahme
von auditiven bzw. audio-visuellen Aufnahmegeräten (Cassetten-
/ Videorecorder ). Das nachfolgende Abhören und Erklären
des fehlerhaften Sprechablaufs zielt auf eine Bewusstmachung der
Symptomatik.
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