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Sprechstörungen bei Erwachsenen
Audiogen bedingte Sprechstörungen Artikulationsstörungen Dysarhrophonien Sprechapraxien Stottern Poltern

Birgit Lange

Poltern
Poltern ist eine dem Stottern ähnliche Sprechablaufstörung mit sehr schnellem Sprechtempo und überstürztem Sprechablauf. Die Sätze werden infolge dessen immer wieder neu angesetzt, einzelne Silben häufig verschluckt bzw. "verhaspelt".

Beispiele :

Rhythmusunregelmäßigkeiten in Wort und Satz
Umstellungen und Auslassungen von Wörtern und Silben wie folgt :
  • Aus "zwitschern" wird "schwitzern"
  • Aus "Mikrophon" "Miron"
  • Aus "das Glas ist voll" wird "das Was ist voll".

Therapie

Die Therapie zielt auf die Besserung des Sprechablaufs und der Artikulation über gezielte Steuerungsvorgänge.

Bei der Durchführung der Therapie ist die Beratung, Bewusstmachung und systematische Einübung von Sprach- und Artikulationsabläufen unter Berücksichtigung der Körpermotorik maßgebend.

Übungen im Bereich der Artikulationsmotorik, der Sprechatmung und Stimmqualität sind von besonderer Wichtigkeit. Die Verminderung des Sprechtempos trainiert man z. B. mit Hilfe eines Metronoms oder des Silbenklopfens mit dem Finger.

Im Unterschied zum Stotterer hat der Polterer weitgehend kein Bewusstsein der Störung. Als äußerst sinnvoll für die Therapie des Polterns erweist sich die Zuhilfenahme von auditiven bzw. audio-visuellen Aufnahmegeräten (Cassetten- / Videorecorder ). Das nachfolgende Abhören und Erklären des fehlerhaften Sprechablaufs zielt auf eine Bewusstmachung der Symptomatik.

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