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Birgit Lange

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Das von uns erstellte Faltblatt zu diesem Thema können Sie jederzeit in unserer Praxis erhalten.

Kindliche Aphasien
Als kindliche Aphasie bezeichnet man Störungen der Sprachfunktionen (Sprechen, Verstehen, Lesen, Schreiben) nach weitgehend vollendetem Spracherwerb. Verursacht wird diese Form der Sprachstörung durch eine hirnorganische Schädigung (Schlaganfall, Verletzungen, Entzündungen, Tumore).

Unterschiede zur Aphasie bei Erwachsenen

Die Sprachstörungen können anders als bei einer Aphasie im Erwachsenenalter je nach Schädigungen in beiden Großhirnhälften auftreten, da die sprachliche Dominanz sich noch nicht auf eine Hirnhälfte festgelegt hat (bei Erwachsenen links).

Im Gegensatz zur Aphasie der Erwachsenen wird eine in der Entwicklung begriffene Sprache betroffen

Frühes Kindesalter (24 - 30 Monate)

Bei Schädigungen im frühen Kindesalter (24 - 30 Monate) erlöschen häufig alle Sprachleistungen für eine bestimmte Zeit. Die normale Sprachentwicklung setzt verspätet ein, ohne dass eine Störung zurückbleibt.

Vorschulalter (3 - 6 Jahre)

Schädigungen im Vorschulalter (3 - 6 Jahre) führen ebenfalls zu einer völlig rückläufigen Aphasie, wobei diese Kinder auf das plötzliche Unvermögen, nicht mehr sprechen zu können, unterschiedlich reagieren. Häufig ist die Sprechfreude betroffen, wodurch es vorübergehend zu einer Stummheit kommen kann (siehe auch mutistische Reaktion).

Während das Kind seine Aphasie überwindet, schreitet die Sprachentwicklung in bezug auf Artikulation, Wortschatz, Grammatik und Sprachverständnis fort.

Schulalter

Im Schulalter erworbene Aphasien werden nicht immer vollkommen störungsfrei überwunden. Fehlleistungen treten in den Bereichen Lesen, Schreiben oder Wortfindung auf und ähneln den Symptomen erwachsener Aphasiker.

Ab der Pubertät

Ab der Pubertät gleicht die Aphasie der Jugendlichen derjenigen der Erwachsenen.

In der Therapie erfolgt zunächst eine diagnostische Abklärung, um die Symptome gegenüber anderen Störungsbildern (Stottern, Mutismus, kindliche Demenz) abzugrenzen und die sprachlichen Auffälligkeiten beim Verstehen, Sprechen, Lesen oder Schreiben genauer zu erfassen.

Der ermittelte Störungsschwerpunkt wird dann in der Therapie behandelt.

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